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Julian Lorenza Sturz und Lina Hartmann: In/Sufficient

Ein Performance Doppelabend zum Ungenügend-Sein


Oberkörper eines nackten Mannes mit dunklen, lockigen Haaren und silbernem Ohrstecker vor schwarzem Hintergrund.Nahaufnahme von zwei Armen, einer mit rotem Seil umwickelt, die sich um einen anderen Arm legen.Teilweise sichtbarer nackter Mann trägt ein großes, längliches, helles Holzobjekt mit zwei Griffen vor dem Körper, schwarzer Hintergrund.
Mit zwei Perspektiven widmen sich Julian Lorenza Sturz und Lina Hartmann in ihren Solo-Performances dem Nicht-Genug-Sein. Mit ihren jeweils 30-minütigen Soli bespielen sie das Foyer der Tafelhalle.

strings attached // Lina Hartmann
Jeder Mensch ist sensibel, was nichts anderes als empfindsam bedeutet. Dennoch variieren die Ausprägungen der jeweiligen Sensibilität und der unterschiedlichen Sinne signifikant. Menschen, deren Sinneswahrnehmungen kaum gefiltert werden, sehen sich häufig mit Reizüberflutung, extremer Erschöpfung und dem Gefühl von Ohnmacht konfrontiert. Inspiriert von der körperliche Erfahrung eines überforderten Nervensystems entwickelt Lina Bewegungsmotive, die unterstützt werden durch die Auseinandersetzung mit roten Seilen und Fäden. Diese ziehen sich durch strings attached wie Reize durch das alltägliche Leben. Wie verhält man sich in einer Welt, für die man zu sensibel erscheint? In der nahezu 360-Grad-Performance stellt Lina sich den Herausforderungen der Seile und findet Möglichkeiten des Umgangs, von sich fesseln und absichern bis hin zu Regulationsstrategien.

There is no Home in Manhood // Julian Lorenza Sturz
In seinem Solo beschäftigt sich Julian Lorenza Sturz mit den gewaltvollen Verstrickungen, als Mann sozialisiert worden zu sein und sich zu den Kategorien von Männlichkeit und Mann-Sein verhalten zu müssen. Dabei befindet sich ein Holzobjekt (eine sog. Holzmolle) zwischen Phallus und Tragetasche als Mitakteur und Projektionsfläche mit auf der Bühne. Julian Lorenza arbeitet mit Found Footage, das they sowohl auf biographische Erlebnisse, Social Media Content und deren eigenes Körperarchiv bezieht, um sich der Frage zu nähern: Welche Spuren der männlichen Sozialisation trägt er noch immer in sich und seinem Körper? Wie abrufbar bleibt die internalisierte Gewalt nach innen und außen? Deren Performance beleuchtet die Suche nach einem möglichen Umgang mit der eigenen Männlichkeit und das beständige Scheitern darin.
Content Note: Nacktheit und Gewalt.

Credits:
Performance, Choreografie, Konzept: Julian Lorenza Sturz, Lina Hartmann
Outside-Eye / Dramaturgie: Julian Lorenza Sturz, Lina Hartmann, Daina Kasperowitsch

Kostüm: Wiebke Lendewig
Bühne (Beratung): Daina Kasperowitsch
Sound: Kilian Römmelt
Abend Konzept / Produktionsleitung: Julian Lorenza Sturz, Lina Hartmann
Assistenz: Lucy Cramer
Foto / Grafik: Paul Grassler
Videodokumentation: Anđa Antunović

Besonderer Dank an Eva Borrmann, Katharina Simons, Julian Warner, Friederike Engel und das Team der Tafelhalle.
FR.
06.03.2026
20:00
Ort der Veranstaltung
Tafelhalle – Foyer
Äußere Sulzbacherstr. 62
90491 Nürnberg
Webseite
Stadtplan
Öffentliche Verkehrsmittel
Preise
1. Preiskategorie:
Abendkasse 16.5 Euro
Abendkasse 11 Euro
Abendkasse 18 Euro
Abendkasse 13 Euro
Online-Tickets
Vorverkauf an den gängigen Stellen, z.B. in der
Kultur Information
Veranstalter
Tafelhalle im KunstKulturQuartier
Königstr. 93
90402 Nürnberg
Webseite
EMail
Coveranstalter
FreieSzeneNbg e.V.
Pirckheimerstrasse 38
90408 Nürnberg
Webseite
EMail


Weitere Infos
  •  1. Bild: © Tafelhalle im KunstKulturQuartier, Fotograf/-in: Paul Graßler
  •  2. Bild: © Nahaufnahme von zwei Armen, die Beine umfassen, die mit rotem Seil umwickelt sind., Fotograf/-in: Paul Graßler
  •  3. Bild: © Tafelhalle im KunstKulturQuartier, Fotograf/-in: Paul Graßler
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